My Paris Guide

2 years, 103 days ago

Ich genieße das Privileg, aufgrund der guten Anbindung in Köln fast monatlich nach Paris reisen zu können. Mit dem Schnellzug Thalys läßt sich die französische Hauptstadt innerhalb von drei Stunden erreichen, und da der Zug tatsächlich auch sehr komfortabel ist, ist die Fahrt sehr angenehm.

Glücklicherweise gibt es immer wieder sehr gute Angebote, und auch hier gilt: wer früh bucht, kann sich auch einen Komfortplatz in der ersten Klasse zu einem günstigen Tarif sichern. Doch auch über den Shopping-Club Vente Privée werden in regelmäßigen Abständen reduzierte Fahrkarten aus Restbeständen verkauft.

Für mich persönlich ist und bleibt Paris die mit Abstand schönste Stadt der Welt, und es gibt keinen Ort, den ich lieber besuche. Deshalb kann ich guten Gewissens behaupten, dass ich im Laufe der Jahre eigentlich schon in fast jeder Woche des Jahres dort gewesen bin. Selbstverständlich haben jede Jahreszeit und jeder Monat seine Vorzüge, aber grundsätzlich läßt sich sagen, dass das Touristenaufkommen in Paris eigentlich sehr saisonunabhängig ist. Wer sich einen Urlaub mit viel Sightseeing wünscht, sollte sich darauf einstellen, dass man fast überall in langen Schlangen warten muss. Und selbst „Shopping-Touristen“, zu denen ich mich mittlerweile selbst zähle, müssen wohl oder übel auch in vielen Geschäften mit Anstehen und langen Wartezeiten rechnen.

In der Weihnachtszeit ist die Stimmung in Paris besonders schön, vor allem Dingen auf den Champs Elysées, die kilometerlang mit Millionen von Lichtern dekoriert sind. Ein wenig enttäuschend sind allerdings die Weihnachtsmärkte, denn anders als man es bei uns in Deutschland kennt, wird an den vielen Ständen dort eher „Krimskrams“ angeboten. Ein kulinarisches Angebot – möge es auch noch so rustikal sein – sucht man vergebens, und mich erinnert besonders der Markt an den Champs Elysées eher an einen Rummel als an einen traditionellen Weihnachtsmarkt. Trotzdem ist der Dezember für mich einer der schönsten Monate, um Paris zu erkunden, denn die Temperaturen sind relativ mild, die Sonne scheint und auch im Winter strahlt die Stadt.

Gleiches gilt für den August, den ich für mich als kleinen Geheimtipp entdeckt habe. Im wärmsten Monat des Jahres ist das Touristenaufkommen zwar nach wie vor hoch, aber es sind bei weitem sehr viel weniger Menschen vor Ort als zu anderen Zeiten. Und da auch die Pariser der Hitze entfliehen, herrscht weniger Verkehr, die Geschäfte sind nicht überfüllt und selbst bei Touristenattraktionen muss man kaum warten.

Unabhängig von allen Jahreszeiten gibt es ein paar Orte/Sehenswürdigkeiten, die ich immer wieder gerne besuche und die vielleicht noch nicht aus den obligatorischen Instagram-Fotos aller Blogger bekannt sind. Und deshalb gibt es an dieser Stelle nun einen kleinen Guide mit meinen persönlichen Hotspots und Empfehlungen:

Ein wenig versteckt und noch nicht so bekannt ist der Garten des neu eröffneten Ritz Hotels am Place Vendôme. Mit einem kleinen Wintergarten und einem schönen Springbrunnen ist er nicht nur der ideale Spot für eine kleine Auszeit vom Stadtlärm, sondern auch eine schöne Location für Fotos.

Dies ist zwar kein Foto-Hotspot, aber da die halbjährlichen Schlußverkäufe im Januar und Juni für mich mittlerweile zu festen Reiseterminen gehören, möchte ich sie an dieser Stelle kurz erwähnen. Gemeinsam mit meiner Freundin Elisabeth fahre ich nun schon seit mehreren Jahren pünktlich zum Startschuss eines jeden Schlußverkaufs nach Paris. Denn bei Rabatten von bis zu 50% bei Chanel, Valentino und Co. machen die Reise und das Einkaufen gleich doppelt so viel Spaß.

Die Wall of Love, auch genannt Le mur des je t’aime, ist meiner Meinung nach einer der schönsten Orte für Verliebte in Paris. Gelegen im Herzen von Montmartre im kleinen Park Square Jean Rectus, wurde die im Jahre 2000 von den Künstlern Féderic Baron und Claire Kito erschaffene Wand als Zeichen der Liebe erstellt. In über 250 Sprachen steht dort „Ich liebe dich“, und die roten Farbkleckse stehen für ein gebrochenes Herz, das die Wand wieder zu vereinen versucht.

Die exklusive Champagner Lounge des Shangri-La Hotels bietet Besuchern eine einzigartigen Blick auf den Eiffelturm. Am Bastille Day im Juli kann man von dort auch das wunderschöne Feuerwerk sehen. Geöffnet ist die Lounge leider nur von Juli bis August. Ich war im Dezember Gast des Shangri-La und hatte das Glück dort einige Fotos machen zu dürfen. 😊

Für wenige Wochen im Jahr legt ein Schiff gegenüber des Eiffelturm an, das in den heißen Sommermonaten Juli und August zu einem Open Air-Restaurant umfunktioniert wird. Beim wohl schönsten Ausblick der Welt läßt sich hier ein wunderbares Dinner genießen, und dies ist einer meiner absoluten Hotspots in Sachen Gastronomie.

Abseits des Trubels in den großen Kaufhäusern oder den berühmten Einkaufsstrassen Rue du Faubourg Saint Honoré, Champs Elysées oder Rue de Rivoli bietet das Marais eine Vielzahl von Shopping-Möglichkeiten. Mittlerweile haben selbst große Marken wie Chanel den Charm des kleines Viertels für sich entdeckt, und da es sich hierbei um einen eher jüdisch geprägten Stadtteil handelt, sind die meisten Geschäfte auch sonntags geöffnet. Touristen findet man natürlich auch hier, aber das Einkaufserlebnis ist sehr viel entspannter. Darüber findet man hier auch ein breites gastronomisches Angebot, weswegen ich einen kleinen Ausflug ins Marais mehr als nur empfehlen kann.

Links

Für die Auswahl von Hotels, Restaurants und Bars in Paris nutze ich diese Websites und Apps:

Le Fooding
Paris Food Affair
Dojo App
Bim App
The Fork